Erst war ich nur der weiße Boss - michaelteutsch-filmglasmuenchen.de

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BR Lebenslinien:

Erst war ich nur der weiße Boss


Weihnachten 1989 wird Frank Daniel nie vergessen. Während seine Familie schon unter dem Weihnachtsbaum auf ihn wartete und er letzte Änderungen am Mitbestimmungskonzept für seine Arbeiter besprach, wurde er von der gefürchteten Geheimpolizei „BOSS“ (Bureau of State Security) verhaftet. Man warf ihm „staatsfeindliche Umtriebe“ und Devisenvergehen vor. Sein Vermögen wurde beschlagnahmt und der Millionär war plötzlich bettelarm. In Wirklichkeit wurde dem Deutschen Unternehmer die Zusammenarbeit mit den illegalen schwarzen Gewerkschaften zum Verhängnis.

Frank D. wurde in Berlin geboren und wuchs am Starnberger See auf. Sein Vater war Referent im Stab von Rudolf Hess, zu dem auch seine Mutter gehörte. Schon als Schuljunge musste er von seinen Lehrern hören, dass seine Eltern Kriegsverbrecher gewesen wären. Ein Vorwurf, der ihm sein Leben lang zu schaffen machte.

Drei Mal lief er von zu Hause weg. Aber erst mit achtzehn Jahren bekam er endlich den langersehnten Reisepass. Auf abenteuerlichste Weise durchquerte er zwei Jahre lang den schwarzen Kontinent, ließ sich dann in Südafrika nieder und machte sein Glück. Private und berufliche Schicksalsschläge wurden zu schweren Bewährungsproben in seinem Leben.

Seine Verbundenheit zu Bayern hat er jedoch nie abreißen lassen und für ein Kassentreffen mit seinen alten Schulkameraden ist ihm der Weg von Kapstadt nie zu weit.
Zusammen mit seinen Söhnen und der staatlichen Entwicklungsbehörde, arbeitet er jetzt an seinem letzten großen Projekt Genadendal Handweavers, hervorgegangen aus
TheKraalGallery, das sein Vermächtnis an seine zweite Heimat Südafrika werden soll.


Buch und Regie            Michael Teutsch
Kamera                       Michael Teutsch;
                                 Danny Gordon
Schnitt                        Angelika Brockt
Ton                            Klaus Kolbe
Sprecherin                   Christiane Blumhoff
Redaktion                    Renate Stegmüller